NASA-Sonde New Horizons: Mitmachen bei rekordträchtiger Distanzmessung


Die Plutosonde New Horizons gehört zu dem am weitesten entfernten menschengemachten Objekten: Das hilft bei einer rekordträchtigen Messung.

Martin Holland | heise online

(Bild: Pete Marenfeld, NSF’s National Optical-Infrared Astronomy Research Laboratory)

Mithilfe der Plutosonde New Horizons wollen Forscher der NASA Mitte der Woche die größte Parallaxmessung der Geschichte vornehmen und rufen Amateurastronomen in aller Welt zur Teilnahme auf.

Mit Proxima Centauri und Wolf 359 soll die Sonde am 22. und 23. April zwei der erdnächsten Sterne fotografieren. Der Vergleich mit parallel von der Erde aus gemachten Aufnahmen soll dann nicht nur die immense Distanz illustrieren, die die Sonde zurückgelegt hat, sondern auch eine „reine“ Parallaxe zeigen, das Potenzial für die Navigation aufzeigen und Astronomen in aller Welt für die Mission interessieren, erklärt die NASA nun.

Astronomen setzen seit fast 200 Jahren die Methode der trigonometrischen Parallaxe ein, um die Entfernung von Sternen zu ermitteln. Dabei machen sie sich den Effekt zunutze, dass ein Objekt scheinbar seine Position verschiebt, wenn der Beobachtungsstandort verändert wird – und zwar umso mehr, je näher das Objekt ist oder je größer die Distanz zwischen den Beobachtungsorten ist. Während die Erde also um die Sonne kreist, können Astronomen vermessen, wie stark sich Sterne am Himmel verschieben und daraus ermitteln, wie weit entfernt sie sind. Viel weiter entfernte Objekte, wie etwa Galaxien stehen aufgrund der immensen Distanz quasi still hinter den wandernden Sternen.

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