Polizei in Mecklenburg-Vorpommern: Nazi-Chats und Auslandsmissionen


Ein Polizist aus Rostock hatte Kontakt zum „Nordkreuz“-Chef. Bei ihm wurden Waffen und Munition gefunden – und er war für Frontex im Einsatz.

Christina Schmidt | taz

Ein Beamter der Bundespolizei im Einsatz in Griechenland. Foto: dpa

Als Polizeibeamte in Rostock die Wohnung eines Kollegens von der Wasserschutzpolizei durchsuchten, ging es eigentlich um ein Disziplinarverfahren. Dann aber fanden sie Patronen, die offenbar unter das Kriegswaffenkontrollgesetz fallen, Waffen und Devotionalien aus der NS-Zeit.

Der Fall erinnert an andere rechtsextreme Vorfälle in der Polizei Mecklenburg-Vorpommern, an Haik J. etwa, den Kriminalpolizisten, der Feindeslisten geschrieben haben soll und Mitglied der Prepper-Gruppe „Nordkreuz“ war. Diese Gruppe hatte Marko G. ins Leben gerufen, ein ehemaliger SEK-Polizist. Er ist inzwischen wegen illegalen Waffen- und Munitionsbesitzes verurteilt.

Der Fall des Wasserschutzpolizisten ist seit November 2019 öffentlich, das Innenministerium in Mecklenburg-Vorpommern hatte sich damals aber uneindeutig dazu geäußert, ob es eine Verbindung zwischen den Nordkreuz-Männern und dem Wasserschutzpolizisten Sven J. gibt.

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