Tschernobyl: Brände flammen wieder auf


Kurz vor dem Jahrestag des Atomunfalls von Tschernobyl scheinen die Brände im Sperrgebiet noch immer nicht gelöscht. An drei Stellen sind die Feuer offenbar wieder aufgeflammt, wie Satellitenaufnahmen nahelegen. In den letzten zwei Wochen kamen die Brände der Atomruine von Tschernobyl bis auf einen Kilometer nahe. Ob der bis nach Kiew ziehende Rauch dieser Feuer radioaktiv kontaminiert sind, ist strittig.

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Diese Aufnahme des ESA-Satelliten Sentinel zeigt Rauch in unmittelbarer Nähe der Atomruine von Tschernobyl am 12. April 2020. © Copernicus Sentinel/ ESA

Am 26. April 1886 ereignete sich im Atomkraftwerk Tschernobyl der bislang schwerste Atomunfall weltweit – der GAU. Durch ein fehlgeschlagenes Experiment explodierte der gesamte Reaktorblock 4. Zehn Tage lang strömten Plutonium und radioaktive Spaltprodukte nahezu ungehindert in die Atmosphäre, der Fallout reichte bis nach Europa. Seither ist die Sperrzone rund um die Atomruine mitsamt der Stadt Pripjat unbewohnbar, die Atomruine noch immer so radioaktiv, dass der Rückbau nur per Roboter erfolgen kann.

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