„Wir sind Kirche“: Bischöfe sollen Geld für Arme geben – Mindestens 550 Millionen Euro


Auch finanzielle Solidarität sollten die Bischöfe für Menschen, die in Armut leben, zeigen, fordert die reformorientierte Initiative „Wir sind Kirche“. Dabei richtet sie sich an einem bestimmten Millionen-Betrag.

katholisch.de

Die Initiative „Wir sind Kirche“ ruft die katholischen Bischöfe in Deutschland dazu auf, „deutlich spürbare Zeichen auch der finanziellen Solidarität“ für Menschen am Rande der Gesellschaft zu setzen. Letztere ließen sich in der Corona-Krise nicht nur mit Worten und geistlichen Handlungen erreichen, teilte „Wir sind Kirche“ am Sonntag in München mit. Daher sollten Finanzmittel mindestens in Höhe der jährlichen Staatsleistungen an die Kirchen – etwa 550 Millionen Euro – für Einrichtungen im sozial-karitativen Bereich aufgewandt werden, die nicht durch den Schutzschirm des Staates abgedeckt seien und sich für besonders bedürftige Menschen einsetzten.

Das Geld könne etwa in Obdachlosen- und Behinderteneinrichtungen, Tafeln, Frauenhäuser, Beratungsstellen, Prostituiertenhilfen oder auch in Anerkennungsboni für Pfleger in kirchlichen Altenheimen gesteckt werden, ergänzte „Wir sind Kirche“. Die jährlichen Staatsleistungen an die Kirchen würden von allen Steuerzahlern aufgebracht und sollten allen Bedürftigen zugutekommen, hieß es.

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