Bayerns Katholiken fordern Ombudsstellen gegen Missbrauch


Wie kann die Aufklärung von Fällen optimiert werden? Zur besseren Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch fordert das Landeskomitee der Katholiken in Bayern nun professionell besetzte unabhängige Anlaufstellen in allen Bistümern.

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Das Präsidium des Gremiums legte dazu am Montag in München ein Konzept vor. Die Ombudsstellen sollten von den Bistümern finanziert werden, aber weisungsfrei in nichtkirchlichen Räumen arbeiten. Auch bei rückläufigen Kirchensteuermitteln müsse die Kirche hier Prioritäten setzen, erklärte der Vorsitzende, Joachim Unterländer.

Als Besetzung schlägt das Landeskomitee je eine psychologische, sozialpädagogische und juristische Fachkraft vor. Die Teams sollten kostenfrei und vertraulich Hilfesuchende beraten, vorrangig solche, die einen Verdacht gegen Priester oder andere kirchliche Beschäftigte äußerten.

Die Experten sowie deren Lebenspartner und enge Angehörige dürften in keinem Abhängigkeitsverhältnis zum jeweiligen Bistum oder einer anderweitigen katholischen Einrichtung stehen. Berufen würden sie von der zuständigen Bezirksregierung.

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