Exoplanet entpuppt sich als Kollisions-Wolke


Er galt als einer der ersten Exoplaneten, der direkt abgebildet werden konnte – doch „Dagon“ hat es offenbar niemals wirklich gegeben, berichten nun Forscher. Ihren Ergebnissen zufolge handelte es sich bei dem angeblichen Himmelskörper im Sternsystem Fomalhaut um eine Staubwolke, die aus der Kollision zweier großer Asteroiden entstanden ist. Durch die fortlaufende Ausdehnung ist die Kollisions-Wolke mittlerweile nicht mehr erkennbar, berichten die Astronomen.

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Künstlerische Darstellung der Kollision im System des Sterns Fomalhaut. (Bild: ESA, NASA and M. Kornmesser)

Der Blick richtet sich auf einen prominenten Stern am Firmament: Fomalhaut ist nur 25 Lichtjahre von der Erde entfernt und bildet den hellsten Punkt des Sternbilds Südlicher Fisch. In den Jahren 2004 und 2006 stand dieses System im Visier des Hubble-Weltraumteleskops – Planetenjäger suchten nach Himmelskörpern im Orbit um den Stern. Basierend auf den Daten verkündeten Astronomen dann 2008 den Fund des Exoplaneten Fomalhaut b, der später den Namen „Dagon“ erhielt. Das Besondere des etwa Jupiter-großen Himmelskörpers war seine ungewöhnliche Sichtbarkeit: Bis dahin waren Exoplaneten in der Regel nur durch indirekte Nachweismethoden auffindbar. Dagon strahlte hingegen so hell im sichtbaren Wellenbereich, dass Hubble den vermeintlichen Exoplaneten direkt als wandernden Punkt abbilden konnte.

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