Kollekte während Corona: Wenn „die wichtigste Einnahmequelle“ wegfällt


Der Ausfall öffentlicher Gottesdienste hat auch zur Folge, dass die Kollekte nicht in ihrer üblichen Form stattfinden kann. Wöchentlich kämen in den Gotteshäusern eigentlich Millionensummen zusammen – die jetzt an einigen Stellen fehlen. Ein Blick in Hilfswerke und Pfarreien.

Melanie Ploch | katholisch.de

Das Coronavirus bestimmt in Deutschland den Alltag aller Menschen. Für Christen bedeutet das außerdem, dass sie keine öffentlichen Gottesdienste mehr besuchen können. Zwar sind etwa in Sachsen Gotteshäuser dafür wieder geöffnet und auch in anderen Bundesländern gibt es bereits Beratungen, doch deutschlandweit werden sich Gläubige wohl noch ein wenig gedulden müssen. Abhilfe schaffen zahlreiche Livestreams aus Bistümern, Pfarreien und Klöstern oder daheim gefeierte Hausgottesdienste. Was unter anderem neben dem Empfang der Eucharistie nicht möglich ist: die Kollekte in ihrer üblichen Form. Natürlich gibt es Alternativen, etwa Online-Spenden. Doch es geht nicht wie üblich der „Klingelbeutel“ durch die Bänke – und das bei normalerweise 2,1 Millionen Katholiken, die jeden Sonntag in Deutschland den Gottesdienst besuchen (Stand 2018).

Das merken vor allem Hilfswerke wie Misereor. Am fünften Fastensonntag hätte die jährliche Misereor-Kollekte stattfinden sollen. Wie hierzulande verändert das Coronavirus auch das Leben der Menschen in den Ländern völlig, in denen Misereor hilft – allerdings mit einem gravierenden Unterschied: „Corona ist für viele Menschen auch ohne Infektion lebensbedrohlich“, so Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel.

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