Mythen zum Coronavirus: Gates als globales Feindbild


Er wolle die Menschheit per Mikrochip steuern, mit Impfstoff viel Geld verdienen und stecke hinter dem Coronavirus: Der Milliardär Bill Gates ist in der Pandemie zum globalen Sündenbock aufgebaut worden.

Patrick Gensing, Georg Mascolo | tagesschau.de

Bill Gates, Bild: AP

Man muss schon lange suchen, um jemanden zu finden, der lauter und ausdauernder vor dem warnte, was die Welt gerade erleidet: eine Pandemie. Bill Gates tat es in Videos, in Zeitungsartikeln und in wissenschaftlichen Aufsätzen. Einmal, das war 2015, betrat er in den USA eine Bühne und rollte dabei ein großes Fass herein, in denen zu Zeiten des Kalten Krieges Wasser und Lebensmittel für den Fall eines Atombombenangriffs gelagert wurden. Aber das Risiko, dass Millionen Menschen durch einen Nuklearkrieg ums Leben kommen würden, sei viel geringer als durch ein unbekanntes Virus, mahnte Gates.

Heute ist dieses Video ein Hit bei YouTube, aber Gates hat nicht nur gemahnt: Eine gemeinsam mit seiner Frau gegründete Stiftung gibt Milliarden Dollar für den Ausbau globaler Gesundheitssysteme, für die Suche nach Impfstoffen, für die Weltgesundheitsorganisation WHO.

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