Gravitationswellen: Kollision zweier ungleicher Schwarzer Löcher analysiert


Zwar stehen auch die Gravitationswellendetektoren in der Pandemie still. Forscher haben mit den bereits gesammelten Daten aber gut zu tun, wie sie nun zeigen.

Martin Holland | heise online

Simulation des Verschmelzens und der entstehenden Gravitationswellen
(Bild: N. Fischer, H. Pfeiffer, A. Buonanno (Max Planck Institute for Gravitational Physics), Simulating eXtreme Spacetimes (SXS) Collaboration.)

Astrophysiker haben erstmals die Gravitationswellen eines Zusammenstoßes zweier Schwarzer Löcher mit sehr unterschiedlicher Masse beobachtet. Wie das Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik (Albert-Einstein-Institut, AEI) am Dienstag mitteilte, gelang der Nachweis vor genau einem Jahr mit den Detektoren der Observatorien LIGO und Virgo.

Das Ereignis firmiert unter der Bezeichnung GW190412 und bestand demnach aus einem Schwarzen Loch der etwa achtfachen Masse unserer Sonne, das von einem Schwarzen Loch mit 30-facher Sonnenmasse verschlungen wurde. Ermitteln konnten die Forscher demnach genauere Daten für astrophysikalische Eigenschaften des Systems. Einmal mehr habe auch die Relativitätstheorie standgehalten.

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