War der „Lockdown“ unnötig?

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Der „Lockdown“ sei unnötig – so lautet die These einiger Wissenschaftler. Sie beziehen sich auf RKI-Statistiken. Welche Kennzahlen über die Ausbreitung gibt es? Und was sagen sie aus?

Wulf Rohwedder | tagesschau.de

Biergarten mit Betretungsverbotsschild (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Schweden habe es vorgemacht: Der „Lockdown“ habe nichts gebracht. Diese These vertritt unter anderen der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg. Er führt dazu die Reproduktionszahl R ran, die sich bereits vor den am 23. März getroffenen Maßnahmen stabilisiert habe. Was er allerdings nicht erwähnte: Bereits zuvor hatte es einschneidende Vorkehrungen gegen die Verbreitung gegeben.

Homburg erklärt inzwischen dazu, dass die Entwicklung der R-Zahl nichts über die Wirkung dieser Maßnahmen aussage. Gleichzeitig bezieht er sich aber auf die Entwicklung der Reproduktionszahl, um zu beweisen, dass die weiteren Maßnahmen angeblich unwirksam seien.

Ähnlich kritisch zum „Lockdown“ äußerte sich der Biostatistiker Knut Wittkowski, nach eigenen Angaben ehemaliger Professor an der Rockefeller Universität in New York, was diese jedoch dementiert. Er prognostizierte am 10. März für die USA einen bevorstehenden Rückgang der Corona-Fälle und erklärte, die Epidemie in Südkorea würde auslaufen.

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