In der Schweiz sind pro Kopf dreimal so viele Menschen gestorben wie in Deutschland oder Österreich. Das sind die Gründe dafür


Zur Tödlichkeit von Covid-19 herrscht Unsicherheit, da sie je nach Land unterschiedlich hoch ist. Sie ist teilweise auch in Ländern verschieden, deren Altersstruktur und Gesundheitssysteme sich ähneln.

Lena Stallmach, Barnaby Skinner | Neue Zürcher Zeitung

In der Schweiz sind bis dahin fast 17 Menschen pro 100 000 Einwohner im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. In anderen Ländern wie Belgien oder Spanien sieht es dramatischer aus, dort sind es derzeit 50 beziehungsweise 44 Menschen. Für diese Unterschiede gibt es zahlreiche Gründe, zum Beispiel die Geschwindigkeit, mit der sich die Epidemie ausbreitet, die Altersverteilung der Bevölkerung oder das Gesundheitssystem.

Vor allem muss man bei solchen Vergleichen aber bedenken, dass kleine Länder zu Beginn einer Epidemie besonders schlecht dastehen, wenn man die Todesfälle auf die Einwohnerzahl bezieht. Denn das Virus verbreitet sich in einem kleinen Land gleich schnell wie in einem grossen, 1000 Tote fallen bei 8 Millionen Einwohnern aber stärker ins Gewicht als bei 80 Millionen.

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