Umstrittener Daten-Deal: Hessen setzt auf Palantir im Kampf gegen Corona


Hessens Covid-19-Krisenstab will mit einer Software der Big-Data-Firma ein umfassendes Lagebild zur Pandemie erhalten.

Stefan Krempl | heise online

(Bild: metamorworks/Shutterstock.com)

Hessen baut seine Kooperation mit dem umstrittenen US-Unternehmen Palantir aus. Der Covid-19-Krisenstab des Landes plane, die Datamining-Software Foundry der Firma aus dem Silicon Valley zu nutzen, „um allgemein zugängliche Informationen, wie die Verteilung von Infektionen mit dem Coronavirus, Bettenkapazitäten oder die Versorgung mit Schutzausstattung in einem umfassenden Lagebild darzustellen“, erklärte ein Sprecher des hessischen Innenministeriums gegenüber der Süddeutschen Zeitung.

So solle die aktuelle Situation praktisch in Echtzeit bewertet werden, heißt es in dem Bericht. Hilfe und Material könnten so genau „dort ankommen, wo sie am dringendsten benötigt werden“. Wenn etwa die Infektionszahlen in einem Kreis mit erhöhter Altersstruktur und bereits hoher Auslastung der stationären Einrichtungen stark anstiegen, sei es so möglich, frühzeitig „vorgeplante Versorgungseinrichtungen zu aktivieren und die erforderliche Schutzausstattung bereitzustellen“.

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