Artensterben: Insekten werden weltweit weniger

Apollofalter

Käfer, Schmetterlinge und Co. schwinden nicht nur in Deutschland. Einzige Ausnahme sind Insekten im Wasser.

Nadine Zellner | Süddeutsche Zeitung

Es gibt Tiere, die sind uns näher als Insekten. Die vielen Beinchen, das manchmal außerirdisch anmutende Aussehen, ihr Hang zu unberechenbaren Flugmanövern – Gliederfüßer sind vielen Menschen suspekt. Die meisten kümmerten sich entsprechend wenig bis gar nicht um das Schicksal der Insekten. Doch im Jahr 2017 änderte sich die öffentliche Wahrnehmung schlagartig. Tiere, die bis dahin kaum eine Lobby hatten – Bienen mal ausgenommen – , schafften es bis in die Tagesschau.

Eine Studie von Krefelder Entomologen in Naturschutzgebieten stellte einen dramatischen Rückgang der Biomasse fliegender Insekten fest. Um mehr als 75 Prozent ging ihre Zahl in 27 Jahren zurück. Die Veröffentlichung glich einem Paukenschlag. Plötzlich sprach die gesamte Republik über das Insektensterben. Doch wie groß der Effekt in anderen Regionen war und wie schnell die Tiere starben, blieb unklar. Ein Gesamtbild des Insektensterbens gab es nicht.

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