Bundestag lehnt Vorschläge der AfD für Ethikrat ab


Die Neuberufung des Ethikrats hatte sich ohnehin schon verzögert. Jetzt steht das Gremium voraussichtlich auch mit weniger Mitgliedern da. Der Bundestag hat die von der AfD benannten Experten abgelehnt.

evangelisch.de

Der Bundestag hat Mitglieder für den neuen Deutschen Ethikrat gewählt – allerdings nicht vollständig. 11 der insgesamt 13 zuvor von den Fraktionen benannten Experten wurden am Donnerstag in Berlin einstimmig von allen Parteien akzeptiert, darunter der Philosoph und frühere Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin, die evangelische Regionalbischöfin Petra Bahr aus Hannover und die katholische Moraltheologin Kerstin Schlögl-Flierl. Abgelehnt wurden zwei von der AfD vorgeschlagene Mediziner.

SPD, Linke, Grüne und einzelne Abgeordnete der Union stimmten gegen den Medizinhistoriker Axel W. Bauer, der von 2008 bis 2012 dem Ethikrat bereits einmal angehörte, und den Mediziner Helmut Hahn. FDP und die Mehrheit der Unionsabgeordneten enthielten sich bei der Abstimmung über die Vorschläge der AfD, denen nur diese Fraktion zustimmte.

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