Corona-Pandemie: Übersterblichkeit deutlich gewachsen


In Europa sind innerhalb von vier Wochen Zehntausende Menschen mehr gestorben als im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Bei den über 65-Jährigen lag die sogenannte Übersterblichkeit bei fast 50.000 Personen.

Patrick Gensing | tagesschau.de

Die jüngsten Angaben zur sogenannten Übersterblichkeit in 24 europäischen Staaten zeigen, wie drastisch die Zahl der Toten zwischen dem 16. März bis zum 12. April in Europa zugenommen hat. Besonders dramatisch ist die Entwicklung bei Menschen, die älter sind als 65: Die Übersterblichkeit lag Angaben von EuroMomo (European Mortality Monitoring) zufolge in den ausgewerteten europäischen Staaten bei fast 50.000 Personen innerhalb von vier Wochen. Das heißt, in diesen vier Kalenderwochen sind Zehntausende Menschen über 65 Jahre mehr gestorben als sonst durchschnittlich in diesem Zeitraum.

Bislang keine Übersterblichkeit in Deutschland

Für Deutschland ist aber bislang keine Übersterblichkeit festzustellen. Nach offiziellen Angaben starben hier etwa 5000 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Der Virologe Christian Drosten sagte im NDR-Podcast, Deutschland stehe angesichts der relativ geringen Zahl sehr gut da. Infektionen seien frühzeitig erkannt und Schutzmaßnahmen umgesetzt worden. Allerdings könne Deutschland diese gute Position durch Lockerungen wieder verspielen, warnt er.

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