Berlin ist die Stadt der Nachtigall


Sie tun es nachts, sie tun es laut – Nachtigallen werben mit bis zu 500 Strophen um Partner. In Berlin gibt es besonders viele. Ein Buch beschreibt den Sound.

Stefan Jacobs | DER TAGESSPIEGEL

Die Nachtigall bezaubert alleine mit ihrem Gesang. Mit besonders schnellen und hohen „Schluchztönen“ verdrehen Männchen den…Foto: imago/Ardea

Es ist ruhiger als sonst in diesem Frühjahr in Berlin – mit Ausnahme der Hecken: Seit einigen Tagen kehren die Nachtigallen aus ihren Winterquartieren zurück in die Hauptstadt. Hier singen sie nachts in einer Lautstärke und Varianz, die einen verzücken muss, sofern man nicht gerade schlafen will.

Wen die Nachtigall stört, der sollte vielleicht aufs Land ziehen, wo sie seltener ist als in Berlin, ihrem bundesweit größten Brutgebiet. Passend zu ihrer Rückkehr ist im Rowohlt Verlag gerade die deutsche Übersetzung eines Buches zu ihren Ehren erschienen, das der US-amerikanische Philosoph und Jazzmusiker David Rothenberg während eines Sabbaticaljahres in Berlin und in den Jahren danach bei regelmäßigen Besuchen jeweils im Mai recherchiert hat: „Stadt der Nachtigallen – Berlins perfekter Sound“.

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