Mehr Giftnotrufe nach Trumps Äußerungen zu möglicher Einnahme von Desinfektionsmitteln


Im US-Staat Illinois gibt es einen signifikanten Anstieg an Anrufen bei der Giftzentrale. Menschen gurgeln mit Bleichmittel

DERSTANDARD

Nachdem ein US-Regierungsexperte erklärte, dass Bleich- und Desinfektionsmittel das Virus Sars-CoV-2 auf metallischen Flächen rasch abtöten würde, ermunterte US-Präsident Donald Trump Forscher im Kampf gegen Corona zu prüfen, Menschen direkt Desinfektionsmittel zu spritzen. Denn das wäre „interessant“. Foto: APA/AFP/CHRIS DELMAS

Nach den Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über die mögliche Einnahme von Desinfektionsmitteln gegen das Coronavirus hat die Giftzentrale im US-Staat Illinois eine Zunahme an Notrufen verzeichnet.

In den vergangenen zwei Tagen habe es im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen „signifikanten Anstieg“ der Anrufe im Zusammenhang mit Reinigungsmitteln gegeben, sagte die Direktorin des Gesundheitsamtes, Ngozi Ezike. Beispielsweise sei mit einer Mischung aus Bleichmittel und Mundwasser gegurgelt worden, „in einem Versuch, das Coronavirus zu töten“.

Trump hatte am Donnerstag Ausführungen eines Regierungsexperten zum Anlass für seine Äußerung genommen. William Bryan vom Heimatschutzministerium hatte erklärt, dass Bleich- und Desinfektionsmittel den Erreger Sars-CoV-2 etwa auf trockenen metallischen Flächen wie einer Türklinke rasch abtöteten.

weiterlesen