Bertram Meier: Corona ist ein Fingerzeig Gottes an die Kirche


Für den ernannten Augsburger katholischen Bischof Bertram Meier ist die Pandemie ein „Wink von oben, ein Fingerzeig von Gott“. „Rückkehr in die Normalität“ solle nicht dazu führen, nur Aufgeschobenes nachzuholen.

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Auch wenn langsam Licht am Ende des Corona-Tunnels festzustellen sei, sollte die Kirche nicht einfach weitermachen wie zuvor, sagte Meier am Sonntag in Augsburg. Er verstehe diesen Zwischenruf Gottes so: „Steckt eure Köpfe zusammen und bewegt eure Hände und Füße, um dem Evangelium neue Wege zu den Menschen zu bahnen – nicht nur zu denen, die sowieso schon drinnen sind“.

Viel Zeit zum Nachdenken, Beten, Telefonieren 

Die vergangenen Wochen hätten vielen Gläubigen neuen Tiefgang gebracht, das wisse er aus Zuschriften, das sei ein gutes Zeichen. Diese Erfahrung sollte auch Folgen für die katholische Reformdebatte in Deutschland haben. Vielleicht seien beim Synodalen Weg neue Themen dran, „die dem Schiff der Kirche mehr geistlichen Tiefgang geben, ohne die anderen einfach von der Tagesordnung zu streichen“.

Meier sagte, er sei sehr dankbar für die zurückliegenden Wochen. Wie kaum zuvor habe er viel Zeit zum Nachdenken, Beten, Telefonieren, Briefe schreiben und Pläne schmieden gehabt. „Rückkehr in die Normalität“ sollte nach seinen Worten in der Kirche nicht dazu führen, einfach nur Aufgeschobenes nachzuholen und Seelsorge in den gewohnten ausgetretenen Bahnen zu praktizieren. 

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