Der verstörende Absturz des Xavier Naidoo


Geht’s noch tiefer? Ja klar. Jetzt lobt Xavier Naidoo einen mehrfach verurteilten Reichsbürger als „wahren Helden“.

Sebastian Leber | DER TAGESSPIEGEL

Xavier Naidoo behauptet, sein Vater sei in „jüdischen Goldminen“ misshandelt worden.Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Lange hielten ihm seine Unterstützer die Treue, vermuteten, er sei nur irgendwie falsch verstanden worden. Oder die Worte des Sängers würden böswillig verdreht.

Diese Unterstützer sind nun großteils verstummt. Denn spätestens seit Xavier Naidoo seinen Juryplatz bei „Deutschland sucht den Superstar“ verlor, verbreitet er seine Überzeugungen so offen, dass sich keine Argumente zu seiner Verteidigung mehr finden.

Neuester Tiefpunkt: Xavier Naidoo lobt einen mehrfach verurteilten Reichsbürger, bezeichnet ihn öffentlich als „wahren Helden“.

Der Reichsbürger warnte vor „subhumanen Völkerschaften“

Der Mann, von dem Naidoo derart angetan ist, heißt Rüdiger Hoffmann. Er ist ein ehemaliger NPD-Kader, der wegen versuchten Mordes mehrere Jahre im Gefängnis saß. Mittlerweile gilt Hoffmann als Wortführer der Gruppierung „Staatenlos“, die seit Jahren vom Verfassungsschutz beobachtet wird.

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