Virunga-Nationalpark im Kongo: Massaker an Gorillaschützern

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13 Ranger des Virunga-Nationalparks sterben in einem Hinterhalt. Die mit EU-Hilfe hochgerüstete Truppe ist im Kongo zum Kriegsziel geworden.

Simone Schlindwein | taz

Mitglied der neuen Ranger-Elitetruppe des Virunga-Nationalparks Foto: Alexis Huguet

Es war am Freitagvormittag gegen elf Uhr, als das Auto von Kos Nzabo­nim­pa auf der Überlandstraße durch den Virunga-Nationalpark im Osten der Demokratischen Republik Kongo unter Beschuss geriet. Mit in seinem weißen Fahrzeug saßen seine drei Kinder, seine Partnerin und zwei weitere Frauen. Sie waren auf dem Weg zur Beerdigung von Nzabonimpas Mutter.

Jetzt liegt der 55-Jährige selbst im Krankenhaus in der ostkongolesischen Provinzhauptstadt Goma. Er ist nicht verletzt, aber er weint und zittert, offenbar traumatisiert. Er konnte unter Beschuss aus dem Auto fliehen, bevor es in Flammen aufging, berichtet er unter Tränen. „Wirklich, es war Gott, der mich gerettet hat“, stottert er. „Ich sollte jetzt auf dem Friedhof sein.“

Insgesamt waren drei Fahrzeuge auf der verkehrsreichen Straße zwischen der Millionenstadt Goma und der Kleinstadt Rutshuru 70 Kilometer nördlich in einen Hinterhalt geraten. Der Vorfall geschah unweit des Hauptquartiers der Verwaltung des für seine Berggorillas weltberühmten Virunga-Nationalparks im Ort Rumangabo, umgeben von dichtem Urwald.

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