Gentechniker lassen Pflanzen erstrahlen


Heller als jemals zuvor: Gentechniker präsentieren Designer-Gewächse, die ohne zusätzliche Hilfsmittel kontinuierlich Strahlung erzeugen, die mit bloßem Auge sichtbar ist. Die Übertragung eines genetischen Lumineszenz-Programms aus leuchtenden Pilzen sorgt für die innovative Leuchtkraft. Das Konzept könnte der Pflanzenforschung dienen, aber auch strahlende Zierpflanzen ermöglichen, sagen die Wissenschaftler.

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Leuchtende Blüten einer Tabakpflanze. (Bild: Planta)

Ist doch ein alter Hut, könnte man meinen: Gentechnisch veränderte Pflanzen oder Gewebe mit speziellen Lichteffekten gibt es schon lange. Doch in vielen Fällen basiert das Schimmern nicht auf einer eigenständigen Leuchtkraft (Lumineszenz), sondern auf der sogenannten Biofluoreszenz. Dabei werden Substanzen durch die Bestrahlung mit speziellen Lichtfrequenzen zum Leuchten angeregt. Echte Lumineszenz in Pflanzen gab es allerdings auch schon: Dabei wurden Gene des Glühwürmchens übertragen oder Leuchtprogramme von bestimmten Bakterienarten in Pflanzenzellen aktiviert. Doch die Effekte blieben schwach oder es waren zusätzliche Behandlungen nötig, um das Licht zu erzeugen. Leuchtende Gewächse, wie sie etwa den Wald in dem Sciencefiction-Film „Avatar“ erhellen, waren bisher nicht möglich.

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