Kirchen fordern Amtsenthebung von Brasiliens Präsident Bolsonaro

Bild von Jose Antonio Núñez auf Pixabay

Bolsonaro „predige“ in der Coronaviruskrise den Konflikt und setze auf Desinformation. Es gebe auch bereits einen juristischen Ansatzpunkt für eine Amtsenthebung.

Die Presse

Trotz der Empfehlung des brasilianischen Gesundheitsministeriums, Menschenansammlungen zu vermeiden, haben Anhänger von Brasiliens rechtem Präsidenten Jair Bolsonaro am 15. März gegen den Kongress und für die Regierung protestiert. APA/AFP/SERGIO LIMA

In Brasilien fordern Kirchenvertreter die Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens gegen Präsident Jair Bolsonaro. Der Nationalrat der christlichen Kirchen Brasiliens (Conic) und die kirchliche Kommission „Iustitia et Pax“ werfen dem Staatschef in einer gemeinsam veröffentlichten Erklärung völlig unverantwortliches Handeln in der vom Coronavirus ausgelösten aktuellen „beispiellosen Krise“ vor.

Anstatt das Land im Kampf gegen die Krankheit zu vereinen und anzuführen, „predige“ Bolsonaro den Konflikt, setze auf Desinformation und leugne den wissenschaftlichen Wert von Gesundheitsbehörden empfohlener Maßnahmen, so die Vertreter mehrerer christlicher Kirchen, darunter Katholiken, Lutheraner, Orthodoxe und Anglikaner, in dem laut Kathpress auf der Conic-Website abrufbaren Schreiben.

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