Loveparade-Prozess: Die Zei­chen stehen auf Ein­stel­lung


Der Loveparade-Prozess könnte demnächst eingestellt werden. Die wichtigsten Voraussetzungen sind erfüllt, in Kürze will das LG eine Entscheidung treffen. Im Falle einer Einstellung ginge das aufwendige Verfahren ohne Urteil zu Ende.

Legal Tribune Online

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Fast zehn Jahre ist es her, dass junge Menschen zur Loveparade nach Duisburg fuhren, um Spaß zu haben, zu feiern, ihr Leben zu genießen. 21 von ihnen sahen ihr Zuhause nie wieder. Sie starben im Juli 2010 auf grauenvolle Weise, als das Gedränge am einzigen Zu- und Abgang zum Partygelände zu groß wurde. Hunderte wurden verletzt und blieben für lange Zeit traumatisiert. Wie konnte es dazu kommen? Und wer ist dafür verantwortlich?

Ein Mammut-Strafprozess gegen zehn Beteiligte begann erst vor knapp zweieinhalb Jahren. Nach 183 Verhandlungstagen in einem großen Kongresssaal in Düsseldorf steht er jetzt vor dem endgültigen Ende, wahrscheinlich durch eine vom Landgericht Duisburg vor drei Wochen vorgeschlagene Einstellung. Staatsanwaltschaft und die verbliebenen drei Angeklagten haben bereits zugestimmt. Noch bis Dienstag haben die 42 Nebenkläger Gelegenheit, Stellung zu beziehen. Mehrere von ihnen haben bereits angekündigt, gegen die Einstellung zu sein. Ihre Zustimmung ist allerdings rechtlich nicht erforderlich.

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