Rabbiner kritisieren Sonderheft der „Herder Korrespondenz“


Die Allgemeine Rabbinerkonferenz Deutschland hat das neue Sonderheft der Zeitschrift „Herder Korrespondenz“ zur Bibel kritisiert. Es mache ihn „sprachlos“, dass darin „nicht eine jüdische Stimme“ zu Wort komme, so Rabbiner Andreas Nachama.

DOMRADIO.DE

Der Vorsitzende der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschland (ARK), Rabbiner Andreas Nachama, hat in einem mehreren Medien zugänglich gemachten Brief das Sonderheft der Redaktion der „Herder Korrespondenz“ (HK) bemängelt.

Es werde nicht thematisiert, „wie wir Juden die Bibel lesen“. Nachama zeigte sich „bekümmert“, dass das Sonderheft nicht den Horizont erweitere, sondern seinen Blick „in ganz unnötiger Weise beschränkt“.

Herder Verlag entschuldigt sich für Versäumnis

Gegenüber dem Internetportal katholisch.de äußerte HK-Chefredakteur Volker Resing Verständnis für die Kritik. Es sei ein Versäumnis gewesen, keinen jüdischen Autoren zu Wort kommen zu lassen.

Das Sonderheft fragt nach Bedeutung und Interpretationsmöglichkeiten der biblischen Texte für die Gegenwart. So nannte die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoff in ihrem Beitrag die Bibel beispielsweise eine „Schrift der Überraschungen“, die bis heute wichtige Hinweise für ein gelingendes Leben liefere.

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