Bolsonaro: „Ich bin Messias“


Wunder vollbringen könne er aber nicht, sagt Brasiliens Präsident. Er reagiert damit auf die neuen Fallzahlen in seinem Land und spielt auf seinen zweiten Vornamen an.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Jair Bolsonaro im April in Brasilia Bild: Reuters

Der rechte brasilianische Präsident Jair Bolsonaro sorgt mit Äußerungen in der Corona-Krise abermals für Aufsehen. „Und? Es tut mir leid. Was soll ich tun? Ich bin Messias, aber ich vollbringe keine Wunder“, antwortete er vor der Präsidenten-Residenz in Brasília am Dienstag auf die Frage eines Journalisten zu den neuen, dramatischen Fallzahlen in Brasilien. Er spielte damit auf seinen zweiten Vornamen Messias an.

Das größte Land in Lateinamerika hatte 474 Todesfälle durch das Coronavirus innerhalb von 24 Stunden registriert. Das ist die höchste Zahl für diesen Zeitraum seit Beginn der Covid-19-Pandemie. Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Virus stieg damit auf 5017 – und übertraf damit China, das offiziell 4643 Tote registriert hatte. Die tatsächlichen Zahlen dürften unter anderem aufgrund fehlender Tests noch weitaus höher liegen. Krankenhäuser und Friedhöfe in verschiedenen Städten sind bereits an ihre Grenzen geraten.

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