Deutsche Bischöfe schließen Vereinbarung zur Missbrauchs-Aufarbeitung mit der Bundesregierung


Viele Diözesen haben bereits für sich mit der Aufarbeitung des Missbrauchs begonnen. Doch nun hat die katholische Kirche in Deutschland als erste Institution eine Vereinbarung mit der Bundesregierung zur Aufarbeitung des Missbrauchs beschlossen.

katholisch.de

Als erste Institution in Deutschland hat die katholische Kirche mit dem Missbrauchsbeauftragten der Bundesregierung eine Vereinbarung zur Aufarbeitung von sexuellem Missbrauch beschlossen. Dies teilten Johannes-Wilhelm Rörig und der Missbrauchsbeauftragte der Bischofskonferenz, Bischof Stephan Ackermann, in einer am Dienstag veröffentlichten gemeinsamen Presseerklärung mit. 

Die Bischöfe hatten zuvor unter dem Vorsitz des Limburger Bischofs Georg Bätzing beraten. Auf Eckpunkte hatten sich Rörig und Ackermann bereits im vergangenen November verständigt. Demnach soll die Aufarbeitung in den Bistümern durch unabhängige Kommissionen transparent und nach einheitlichen Kriterien erfolgen. Damit soll es in allen 27 Bistümer künftig eine solche unabhängige Kommission geben; einige Diözesen haben bereits mit einer Aufarbeitung nach festgelegten Standards begonnen. In den Kommissionen sollen Vertreter des jeweiligen Bistums, Experten aus Wissenschaft, Fachpraxis, Justiz und öffentlicher Verwaltung sowie Betroffene sitzen.

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