Frankreichs Bischöfe kritisieren Gottesdienstverbot bis Anfang Juni

coronavirus sars-cov-2

Kindergärten, Schulen, Wochenmärkte: Ab Mitte Mai wird das öffentliche Leben in Frankreich wieder hochgefahren – doch öffentliche Gottesdienste dürfen weiterhin nicht stattfinden. Die französische Bischofskonferenz hat dafür nur bedingt Verständnis.

katholisch.de

Die französischen Bischöfe bedauern die Verlängerung des Gottesdienstverbots bis zum 2. Juni. „Die Freiheit der Religionsausübung ist ein konstitutives Element des demokratischen Lebens“, heißt es in einer Pressemitteilung des Ständigen Rats der Bischofskonferenz am Dienstagabend. Einige Stunden zuvor hatte der französische Premierminister Édouard Philippe der Nationalversammlung die Pläne der Regierung für eine schrittweise Lockerung der Schutzmaßnahmen ab dem 11. Mai vorgestellt.

„Wir teilen das Anliegen der Regierung, die Verbreitung der Epidemie so weit wie möglich einzuschränken, aber es ist schwer vorstellbar, wie die normale Praxis der Messe trotz Einhaltung der Abstandsregeln die Ausbreitung des Virus stärker begünstigen soll als die anderen Aktivitäten, die bald wiederaufgenommen werden dürfen“, so die Oberhirten. Katholiken im Land hätten die Anweisungen der Regierung bisher mitgetragen und würden sie auch weiterhin mittragen.

weiterlesen