Priester im Schutzanzug: Wie die Kirche Seelsorger in Covid-19-Einsätze schickt


Das Erzbistum München-Freising hat eine schnelle Eingreiftruppe aufgestellt: Seelsorger im Schutzanzug sollen sterbende Corona-Patienten ein letztes Mal besuchen können. Sie schlagen Brücken über Kontaktsperren hinweg.

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Abstand halten und trotzdem nahekommen; Schwerkranken Beistand leisten, ohne sich selbst und andere zu gefährden – mit diesem Vorsatz hat das Erzbistum München und Freising eine Einsatzgruppe für Covid-19-Erkrankte gebildet.

30 Seelsorgerinnen und Seelsorger wurden mit mehreren Garnituren Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) ausgestattet und geschult. Sie können jederzeit an jeden Ort in Oberbayern ausrücken: in Kliniken, Pflegeheime oder Privatwohnungen. 30 weitere folgen bald.

Kirche soll wie ein Feldlazarett sein

Die Kirche soll wie ein Feldlazarett sein, hat sich Papst Franziskus schon vor der Pandemie gewünscht – mit Priestern, die notfalls ihr Leben geben für die, die ihnen anvertraut sind. In Italien und Spanien sind in den ersten Wochen der Corona-Krise schon mehr als 100 Geistliche umgekommen. Sie hatten sich in ihren Gemeinden um Infizierte gekümmert oder waren an Orten mit hohem Ansteckungsrisiko wie etwa in Altenheimen oder Krankenhäusern. So etwas soll in Bayern möglichst nicht passieren.

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