Beatmung von Covid-19-Patienten: Studie irreführend zitiert


„Rund 90 Prozent der Beatmungspatienten sterben“ – so und ähnlich berichteten Medien über eine aktuelle Untersuchung aus New York. Doch die genannte Zahl ist verkürzt und lässt wichtige Informationen weg.

Patrick Gensing | tagesschau.de

Eine Krankenschwester prüft ein Beatmungsgerät in einem Zimmer der Intensivstation in Schwerin | Bildquelle: dpa

In der Corona-Krise werden Ergebnisse von wissenschaftlichen Studien schnell zu Schlagzeilen. Dabei können komplexe und vorläufige Aussagen ungenau oder sogar irreführend verstanden werden. So berichteten Medien weltweit über eine Studie aus den USA, der zufolge fast 90 Prozent der beatmeten Corona-Patienten in New York gestorben sei. „Die Welt“ schrieb: „Studie aus New York – Rund 90 Prozent der Beatmungspatienten sterben“.

„Focus Online“ berichtete: „Neue Corona-Studie: Knapp 90 Prozent der Beatmungspatienten sterben in New York“. Mediziner wollten nun neue Wege gehen, heißt es. Dieser Beitrag wurde unter anderem in der Facebook-Gruppe „Gib Gates keine Chance“ geteilt, die Verschwörungslegenden rund um die Pandemie verbreitet.

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