Corona hilft gegen Obdachlosigkeit

obdachlos in Mailand

400 Wohnungslose werden ab Mai rund um die Uhr untergebracht. Auch eine Obdachlosen-Lotsen-Taskforce wird eingerichtet.

Plutonia Plarre | taz

Die Coronakrise sei für alle eine Herausforderung – „aber für Menschen, die auf der Straße leben, ist sie eine Katastrophe“. Auch deshalb, so Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) am Mittwoch, „ist es wunderbar, dass es nun eine Obdachlosen-Taskforce gibt“. Sogenannte Obdachlosen-Lotsen, die selbst mal wohnungslos waren, sollen nun auf ihre Art den Menschen in Not helfen.

Breitenbach stellte das Projekt am Mittwoch zusammen mit Jörg Richert vor, dem Vorstandsvorsitzenden der Sozialgenossenschaft Karuna. Bei dem freien Träger sind die Lotsen angestellt. Das Abgeordnetenhaus hat für die Taskforce 300.000 Euro bereitgestellt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen des Modellprojekts Solidarisches Grundeinkommen. Zehn von zwölf Lotsenstellen seien bereits besetzt.

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