Ein Stammbaum für die Virosphäre


Es gibt auf unserem Planeten weit mehr Viren als lebende Zellen – und nahezu täglich werden neue entdeckt. Doch erst jetzt haben Forscher ein Schema entwickelt, um die virale Vielfalt zu kategorisieren und einzuordnen. Diese neue Taxonomie der Virosphäre ermöglicht es erstmals, übergeordnete Beziehungen verschiedener Virenarten sichtbar zu machen – auch das neue Coronavirus SARS-CoV-2 hat dort schon seinen Platz.

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Die Vielfalt und Menge der Viren ist riesig, aber bisher fehlte ein umfassendes Einordnungsschema. © peterschreibermedia/ iStock

Viren sind überall und in fast allem: Es gibt auf unserem Planeten kaum ein Lebewesen, das nicht von Viren besiedelt wird. Trotzdem liegt das wahre Ausmaß der viralen Vielfalt noch im Dunkeln. Forscher schätzen, dass man jedem Stern im Kosmos 100 Viren zuordnen könnte – bekannt ist von dieser enormen Menge – einer Zahl mit 30 Stellen – aber bisher erst ein winziger Bruchteil. Umso wichtiger wäre es, wenigstens die bekannten Viren in einem einheitlichen Schema oder Stammbaum zu erfassen.

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