New York: Charedim brechen Versammlungsverbot


In der Nacht zum Mittwoch hat Bürgermeister Bill de Blasio persönlich eine Polizeiaktion gegen eine Beisetzungsfeier in Williamsburg geleitet. In der Brooklyner Nachbarschaft waren Hunderte von Chassidim zusammengekommen, um den Rabbiner Chaim Mertz die letzte Ehre zu erweisen.

Andreas Mink | tachles.ch

Der Leiter der Gemeinde Toa’as Yaakov war Covid-19 erlegen. Nachdem die Polizei die Veranstaltung ohne Zwischenfälle aufgelöst hatte, setzte de Blasio eine Serie zorniger Tweets ab: In Williamsburg sei es zu einem absolut inakzeptablen Vorfall gekommen – ein grosses Begräbnis mitten in der Pandemie: «Ich bin persönlich dorthin gegangen, um die Auflösung der Menge sicher zu stellen. Was ich gesehen habe, WIRD NICHT toleriert werden, solange wir den Coronavirus bekämpfen» (twitter). Weiter postete de Blasio: «Meine Botschaft an die jüdische Gemeinschaft und alle Gemeinschaften ist simpel: die Zeit für Warnungen ist abgelaufen…». Er habe die Polizei angewiesen, Menschenansammlungen jeder Art umgehend aufzulösen und wenn nötig dabei auch Verhaftungen vorzunehmen (twitter).

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