5000 Polizisten am 1. Mai in Berlin – und weniger Toleranz


Autonome planen dezentrale Aktionen für den 1. Mai in Berlin. Die Polizei will früh eingreifen. Die Walpurgisnacht am heutigen Donnerstag ist ein erster Test.

Alexander Fröhlich | DER TAGESSPIEGEL

Polizisten teilen die revolutionäre 1. Mai Demonstration in Berlin – dieses Jahr wird die Taktik eine andere sein.Foto: picture alliance / Michael Kappe

Die ersten Steine fliegen schon. In der Nacht zu Mittwoch wurden Einsatzkräfte der Polizei in der Rigaer Straße in Friedrichshain attackiert. Auch für den 1. Mai stellt sich die Polizei auf eine Art Guerilla-Taktik ein: Wegen der Coronakrise sind Demonstrationen mit mehr als 20 Teilnehmern nicht erlaubt, die autonome Szene setzt deshalb ab Donnerstagabend auf kleinere dezentrale Aktionen.

Für die Polizei ist das eine besondere Herausforderung. Dies sonst übliche Taktik, Demonstrationen der linken Szene eng zu begleiten, Gewaltausbrüche zu unterbinden, Gewalttäter zügig festzusetzen, geht diesmal nicht auf.

Stattdessen setzt die Polizei auf die Raumschutz-Taktik. Kritische Bereiche werden großräumig kontrolliert, auf Aktionen soll schnell reagiert werden. Innensenator Andreas Geisel (SPD) kündigte an, die Polizei werde Absperrungen aufstellen, frühzeitig eingreifen und konsequent gegen verbotene Gruppenbildungen vorgehen.

weiterlesen