Erzapostel Marx: „Mir kann keiner, auch kein Staat, Gott wegnehmen“ – was nicht da ist, kann man nicht wegnehmen


Er habe nicht den Eindruck, dass in Deutschland in den vergangenen Wochen die Grundrechte mit Füßen getreten worden sind, sagt Kardinal Reinhard Marx. Auch die Gottesdienstverbote seien verständlich – denn die Kirche wolle keine Sonderrechte.

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Der Münchner Kardinal Reinhard Marx will beim ersten, wieder möglichen öffentlichen Gottesdienst auf jeden Fall „Worte der Ermutigung und der Zuversicht“ sprechen. Das sagte der Erzbischof von München und Freising dem „Handelsblatt“ (Donnerstag). Er persönlich sei nicht in einer traurigen oder depressiven Stimmung, denn er wisse, dass diese Ausnahmesituation vorübergehen werde. Zugleich sei er sich bewusst, dass sich viele auf den Gottesdienst freuen – „und das macht mir Mut“.

Marx erinnerte daran, dass die Kirchen immer offen gewesen seien, nur öffentliche Gottesdienste seien eben nicht möglich gewesen. „Für uns war das eine bittere Situation. Aber es sollte nicht der Eindruck entstehen, dass wir beim Kampf gegen die Pandemie Sonderrechte gegenüber anderen haben wollen – und seien es kleine Läden oder Restaurants, die um ihre Existenz ringen.“ Es sei darum gegangen, in einer Krisensituation nicht nur an sich zu denken. „Ich kann überall beten, mir kann keiner, auch kein Staat, Gott wegnehmen.“

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