Auflösung des rechtsextremen AfD-Flügels: Führerkult auf Facebook


Formal scheinen Höcke und Co. der Forderung des AfD-Parteivorstands nachzukommen. Experten sprechen jedoch von „Augenwischerei“.

Sabine am Orde | taz

„Björn, ääh, Bernd, lösen wir den Flügel eigentlich wirklich auf?“ Foto: Patrick Pleul/dpa

Auf Facebook hat der „Flügel“ es zeitlich ausgereizt. Donnerstagabend war die rechtsextreme AfD-Strömung dort noch online, am Freitagfrüh aber war die Facebook-Seite dann nicht mehr erreichbar. Zumindest hier scheint der „Flügel“ seine Zusage einzuhalten, sich bis Ende April aufzulösen und alle Aktivitäten unter seinem Namen einzustellen. So hatte es der Bundesvorstand der AfD gefordert, nachdem die Strömung vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft worden war.

Zuvor aber war noch ein Video zu sehen, in dem „Flügel“-Frontmann Björn Höcke Abschied nimmt. Höcke steht vor dem Kyffhäuser-Denkmal und spricht mit gewohntem Pathos, dazu werden Sequenzen aus der Geschichte des „Flügels“ eingespielt, in vielen davon jubeln seine AnhängerInnen ihm zu. Auch eine Szene vom Fahneneinzug beim letzten Kyffhäusertreffen, bei dem sich Strömung bislang einmal jährlich selbst feierte, ist dabei. Höckes Inszenierung dort wurde selbst parteiintern als „Personenkult“ kritisiert.

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