Coronavirus-Medikament: US-Ausnahmegenehmigung für Remdesivir

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Die USA haben eine Sondergenehmigung für das Medikament Remdesivir erteilt, das in einer Studie die Zeit bis zur Genesung von Corona-Patienten verkürzt hat. Der Hersteller kündigte an, 1,5 Millionen Dosen zu spenden.

Torsten Teichmann | tagesschau.de

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat das Medikament nicht regulär zugelassen, sondern eine Ausnahmegenehmigung erteilt. Damit können Krankenhäuser in den USA den anti-viralen Wirkstoff Remdesivir bei einzelnen Patienten gegen die Lungenkrankheit Covid19 einsetzen; also auch außerhalb klinischer Versuche.

US-Präsident Trump hatte die Entscheidung gestern zusammen mit dem Chef des biopharmazeutischen Unternehmens Gilead, Daniel O’Day, im Weißen Haus verkündet:

„Das ist eine vielversprechende Situation. Wir haben mit der Arzneimittelbehörde, dem Institut für Infektionskrankheiten und Gilead zusammengearbeitet, als Speerspitze dieser Kooperation von Behörden und privatem Sektor; damit alles sehr schnell geht.“

Pharmaunternehmen spendet 1,5 Millionen Dosen

Gilead hatte 2009 begonnen, Remdesivir zu entwickeln. Es wurde später versuchsweise unter anderem im Kampf gegen das Ebola-Virus eingesetzt. Jetzt will das Pharmaunternehmen 1,5 Millionen Dosen des Medikaments spenden, erklärte Firmenchef O‘Day.

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