Splatterkult: Neapel erwartet mit Spannung Blutwunder


Jedes Jahr vor dem ersten Maisonntag wird in Neapel das sogenannte Blutwunder gefeiert. Die Frage, die sich damit verbindet: Verflüssigt sich das getrocknete Blut des Heiligen Januarius in einer Phiole oder nicht? Ein Ausbleiben des Phänomens gilt als böses Omen. 

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Die traditionelle Prozession zu Ehren von Neapels Stadtpatron San Gennaro fällt in diesen Jahr pandemiebedingt aus. Nach Bistumsangaben feiert Kardinal Crescenzio Sepe am 2. Mai eine Messe ohne öffentliche Beteiligung im Dom.

Dazu wird er die Reliquie des Heiligen Januarius, eine Ampulle mit eingetrocknetem Blut, aus der Schatzkapelle holen. Üblicherweise tritt dabei eine Verflüssigung ein; das Ausbleiben dieses Phänomens gilt als böses Omen.

Phiole mit Blut steht im Mittelpunkt des Brauchtums

Das sogenannte Blutwunder des San Gennaro ereignet sich jährlich am Gedenktag der Reliquienübertragung am Samstag vor dem ersten Maisonntag, am 19. September, dem eigentlichen Festtag des Heiligen, und am 16. Dezember, dem Gedenktag an eine Warnung vor dem Vesuv-Ausbruch von 1631.

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