Steinerner Zeitzeuge: Die Porta Nigra wird 1.850 Jahre alt


Stadttor, Kirche, Weltkulturerbe: Die Porta Nigra hat eine bewegte Vergangenheit. Seit zwei Jahren lässt sich ihr Alter datieren. Das antike Römertor ist nun 1.850 Jahre alt – und birgt noch einige Geheimnisse.

Anna Fries | katholisch.de

Sie beansprucht den Titel auf das am besten erhaltene römische Stadttor nördlich der Alpen: Schwarz und massiv thront die Porta Nigra am Anfang der Trierer Fußgängerzone. 1.850 Jahre bewegte Vergangenheit liegen hinter ihr. Seit der Antike wurde fleißig an- und umgebaut, wieder abgerissen, Material entwendet und erneuert. Allein ein Zufall bewahrte die Porta vor dem Schicksal anderer antiker Stadttore, die im Mittelalter zerlegt und als Steinbruch genutzt wurden.

Das Tor stellte als eines von vier Stadttoren mit der Stadtmauer die antike Befestigung von „Augusta Treverorum“. Nicht zur Verteidigung, sondern als Prestigeprojekt der Römer, so die Annahme. Erst 2018 gelang es Wissenschaftlern, das Alter der Porta auf nun 1.850 Jahre zu bestimmen: Sie konnten Holz datieren, das in der Porta und der angrenzenden Stadtmauer verbaut wurde. Die Bäume wurden demnach im Winter 169/170 gefällt, die Porta 170 gebaut.

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