Sudan stellt weibliche Genitalverstümmelung unter Strafe


Weibliche Genitalverstümmelung gilt im Sudan ab sofort als Straftat und wird mit bis zu drei Jahren Haft geahndet. Einen entsprechenden Paragrafen im Strafrecht des nordostafrikanischen Landes hat die Übergangsregierung einer Erklärung des Außenministeriums vom Freitag zufolge geändert.

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Das UN-Kinderhilfswerk Unicef begrüßte die Entscheidung. Im Sudan haben sich laut UN 87 Prozent der 14- bis 49-jährigen Frauen der auch „Beschneidung“ genannten Prozedur unterzogen, mehr als in den meisten anderen Ländern.

Bei der Genitalverstümmeldung werden Frauen oftmals noch in jungem Alter die äußeren Geschlechtsorgane teilweise oder ganz entfernt, neben den Schamlippen häufig auch die Klitoris. Danach wird die Vagina teilweise zugenäht. Die Prozedur, die oft mit einer Rasierklinge unter schlimmsten hygienischen Bedingungen stattfindet, kann zu schweren und langwierigen Infektionen oder dem Tod führen. Im Sudan ist die Überzeugung verbreitet, dass die Verstümmelung der Sexualorgane die Chancen von Frauen verbessert, verheiratet zu werden. Von der Strafverfolgung ist jeder betroffen, der Genitalverstümmelungen durchführt.

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