Abschied vom Auto


Die Corona-Krise ändert alles – auch den Verkehr. Wo sich kürzlich noch Blechlawinen in die Innenstädte wälzten, sind heute Fußgänger und Radfahrer unterwegs. In Adelaide, Australien, haben Kängurus die Straßen zurückerobert. In Paris flanieren Fußgänger auf den sonst vielbefahrenen Quais.

Adrian Lobe | Spektrum

Und in indischen Städten sieht man dank geringerer Luftverschmutzung wieder den Himalaja. Vor diesem Hintergrund kommt die Streitschrift »No Car« des Journalisten Salomon Scharffenberg wie gerufen. Sein Buch ist eine Generalabrechnung mit dem Auto und zugleich ein Zukunftsentwurf für die Mobilität von morgen.

Die Probleme sind unschwer zu benennen: Emissionen, Staus, Lärm, Raser, Verkehrstote, Flächenverbrauch. »In Deutschland gibt es fast keine Flächen mehr, die wenigstens einen Kilometer von Straßen entfernt liegen«, kritisiert der Autor. »Wer hier zu Lande wandert oder Rad fährt, hat kaum eine Chance, dem Lärm von Autos und Motorrädern zu entkommen.« Das Auto sei derart raumgreifend, dass die Natur kaum noch atmen könne.

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