Coronavirus: Warum es weniger Fälle in Ostdeutschland gibt


In den vier ostdeutschen Flächenländern gibt es vergleichsweise wenig Coronavirus-Infektionen. Dabei spielen Demografie und Bevölkerungdichte eine Rolle – aber auch der Geldbeutel und Traditionen.

tagesschau.de

Coronavirus-Infektionen sind in Deutschland ungleich verteilt. So gibt es bisher in den vier ostdeutschen Flächenländern, Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, vergleichsweise wenig Fälle – sowohl in absoluten Zahlen als auch auf 100.000 Einwohner gerechnet.

Dabei spielten gleich mehrere Aspekte eine Rolle, sagte Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen.

Älter und damit weniger mobil

Entschleunigend bei der Virusausbreitung könne etwa ein hoher Anteil alter, weniger mobiler Menschen in einer Gesellschaft wirken. „Wir gehen oft in erster Linie davon aus, dass Alter ein Risikofaktor für schwere Erkrankungen ist“, sagt Zeeb der Nachrichtenagentur dpa. „Das stimmt auch, aber die Ausbreitung ist zu Beginn wahrscheinlich tendenziell vor allem über jüngere Menschen erfolgt, über Reisende.“ Und wenn ein Virus gar nicht in eine Region gelange, könne es sich dort auch nicht auf die Älteren übertragen.

weiterlesen