Grüne fordern in offenem Brief Parteiausschluss von Boris Palmer


Die jüngsten Äußerungen des Grünen-Politikers und Tübinger Oberbürgermeisters haben Konsequenzen. Parteimitglieder distanzieren sich.

Sabine Beikler | DER TAGESSPIEGEL

Boris Palmer (Bündnis 90/Die Grünen) hatte zu den Corona-Maßnahmen gesagt: „Wir retten Menschen, die in halbem Jahr sowieso tot…Foto: Christoph Soeder/dpa

Mehr als 100 Grünen-Mitglieder haben einen offenen Brief unterzeichnet, in dem der Landesvorstand Baden-Württemberg und der Kreisverband Tübingen aufgefordert werden, ein Parteiordnungsverfahren oder Parteiausschlussverfahren gegen den grünen Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer anzustrengen.

Palmers parteischädigende Äußerungen zeigten, dass die Grünen „längst nicht mehr seine politische Heimat“ seien. Palmer sei „unbelehrbar“, Distanzierungen von umstrittenen Äußerungen auch in der Vergangenheit brächten nichts.

Palmer hatte zur Corona-Krise gesagt: „Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären.“

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