Russland veröffentlicht Dokumente zur Besetzung Berlins 1945

Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, Chef des Oberkommandos der Wehrmacht, unterzeichnet die zweite, ratifizierende Kapitulationsurkunde am 8./9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst. PD

75 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs hat Russland bisher geheime Dokumente zur Besetzung Berlins veröffentlicht. Am 2. Mai 1945 endete die Schlacht um Berlin. Bei den gut zweiwöchigen Kämpfen sei die Rote Armee auf heftigen Widerstand Hitler-Deutschlands gestossen, heisst es in den Berichten, die das russische Verteidigungsministerium in der Nacht zu Samstag online stellte.

Neue Zürcher Zeitung

Nachzulesen sind darin zum Beispiel Einzelheiten zu den Kämpfen um die deutsche Hauptstadt und Berichte des Oberbefehlshabers der sowjetischen Truppen in Deutschland, Marschall Georgi Schukow.

«Jede Strasse, jedes Viertel, jedes einzelne Haus, jede Wohnung, jedes Zimmer und jeder Keller wird vom Feind hartnäckig verteidigt», heisst es in einem der Berichte. Zu sehen sind auch alte Fotos vom zerstörten Berlin. Bei den Kämpfen kamen Zehntausende von Zivilisten ums Leben. Mehr als zwei Millionen Menschen hätten mit Lebensmitteln versorgt werden müssen, heisst es in den Veröffentlichungen.

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