Theologe kritisiert biblisch begründete Angriffe auf Homosexuelle


Nach den mit der Bibel begründeten verbalen Angriffen eines evangelischen Pastors gegen Homosexuelle hat der Bremer Theologe Bernd Kuschnerus deutlich Stellung bezogen und die Aussagen des Geistlichen verurteilt.

katholisch.de

Bremens leitender evangelischer Theologe Bernd Kuschnerus hat biblisch begründete Angriffe auf homosexuell lebende Menschen scharf kritisiert. „Das macht mich richtig zornig“, sagte der Schriftführer der Bremischen Evangelischen Kirche im Gespräch mit dem Evangelischen Pressedienst (epd). In einem „Eheseminar“ hatte der Bremer evangelische Pastor Olaf Latzel im vergangenen Jahr Homosexuelle unter anderem als Verbrecher bezeichnet. Ihre Lebensweise richte sich gegen die biblisch begründete Schöpfungsordnung.

Die Bibel nicht als Steinbruch benutzen

Latzel argumentiert, man müsse bibeltreu bleiben. Er bezieht sich dabei auf Stellen wie das Zitat aus dem dritten Buch Mose: „Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben.“ Eine solche Vorgehensweise sei aber gerade nicht bibeltreu, kritisierte Kuschnerus: „Man kann die Bibel nicht so benutzen, und ich sage ausdrücklich benutzen, dass man sich bestimmte Stellen herauszwackt und sie gegen Menschen in Anschlag bringt.“ Latzel lege willkürlich Vorurteile in die Bibel und gebe das dann als Wort Gottes aus.

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