Deutliche Steigerung bei deutschen Kriegswaffenexporten in 2019 – der gesamte Lieferwert bleibt unter Verschluss


Deutschland exportierte im vergangenen Jahr 43 Prozent mehr Kriegswaffen als 2018. Zum Schutz der Produzenten gibt die Bundesregierung seit vergangenem September den Wert der Exporte an die Türkei nicht mehr bekannt.

Neue Zürcher Zeitung

Hauptabnehmer bei deutschen Kriegswaffenexporten in 2019 war die Türkei vor Kuwait, Grossbritannien, Litauen und Singapur. Imago

Die deutschen Kriegswaffenexporte sind im vergangenen Jahr auf mindestens 1,1 Milliarden Euro gestiegen. Das sind 43 Prozent mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als in den Jahren 2017 und 2016 mit 2,65 Milliarden und 2,5 Milliarden Euro. Hauptabnehmer war die Türkei vor Kuwait, Grossbritannien, Litauen und Singapur.

Die neuen Zahlen gehen aus einer Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der Linken-Aussenpolitikerin Sevim Dagdelen hervor. Sie betreffen nur Kriegswaffen wie U-Boote, Panzer, Kampfflugzeuge oder Geschütze nicht aber sonstige Rüstungsgüter wie gepanzerte Sanitätsfahrzeuge, militärische Lastwagen oder ähnliches.

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