In Luxemburg wächst der Corona-Frust


Luxemburg ist umgeben von Deutschland, Frankreich und Belgien – und geschlossenen Grenzen. Der Ärger über die Isolation wächst. Politiker fürchten, die europäische Idee könnte Schaden nehmen.

Michael Schneider | tagesschau.de

Die Polizei kontrolliert an der Grenze zu Luxemburg. | Bildquelle: dpa

In Schengen hängt die Europaflagge derzeit auf halbmast. Der Ort, der wie kein anderer für das grenzenlose Europa steht, ist gerade selbst abgeriegelt. Auf den Moselbrücken nach Deutschland kontrolliert die deutsche Bundespolizei. Seit Mitte März, so lange gelten die einseitigen Grenzschließungen schon.

Deutschland hatte die Grenzen wegen der Corona-Krise kurzerhand geschlossen und die Nachbarländer nur per knappem Schreiben in Kenntnis gesetzt.

Beim luxemburgischen Premier Xavier Bettel kommt das gar nicht gut an: „Eine ganze Menge Leute haben das falsch verstanden. Soziale Distanz heißt nicht nationale Distanz. Es heißt nicht, dass die Länder auf einmal nichts miteinander zu tun haben wollen“, sagt er. „Im Moment ist es so, dass ganz viele Länder einseitig Entscheidungen getroffen haben, ohne mit ihren Nachbarn zu reden.“

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