Vatikan erkennt belgischen Kliniken katholische Identität ab: Streit um mögliche Sterbehilfe


Psychiatrische Kliniken des belgischen Ordens „Broeders van Liefde“ dürfen sich seit Ende März nicht mehr als „katholisch“ bezeichnen. Hintergrund ist ein jahrelanger Streit über die mögliche Anwendung aktiver Sterbehilfe.

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Die vatikanische Glaubenskongregation habe dies entschieden, berichtet die belgische katholische Wochenzeitung „Tertio“. Der Generalobere des Ordens, Rene Stockman, habe dem Vorsitzenden der Organisation in Belgien die Verfügung bereits im April mitgeteilt.

Der Streit, ob eine psychiatrische Klinik, die die Anwendung aktiver Sterbehilfe nicht ausschließt, sich noch als katholisch bezeichnen dürfe, geht auf das Jahr 2017 zurück. Damals hatte die belgische Organisation „Broeders van Liefde“ (Brüder der Nächstenliebe) mitgeteilt, dass sie aktive Sterbehilfe für psychisch Kranke in ihren Kliniken künftig nicht mehr ausschließe. In Belgien ist aktive Sterbehilfe seit 2002 unter bestimmten Bedingungen legal, auch für psychisch Kranke.

Die „Broeders van Liefde“ führen in Belgien zwölf psychiatrische Kliniken sowie Dutzende Schulen, Krippen und Orthopädiezentren.

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