Anthropogener Klimawandel oder Klimahysterie?


Dass wir einen Klimawandel haben und es immer wärmer wird, kann niemand mehr abstreiten. Die Messwerte und Fakten sprechen für sich und wer behauptet, dass es keine Klimaerwärmung gibt, macht sich nur lächerlich.

Klaus Kohrs | TELEPOLIS

Bild: Mika Baumeister/unsplash

Deshalb wird von den Gegnern der Energiewende die Erderwärmung jetzt meist gar nicht mehr abgestritten, sondern als ganz natürlicher Prozess dargestellt, an dem der Mensch keine Schuld trägt. Warm- und Kaltzeiten gab es ja schon, bevor es die ersten Menschen gab.

Diese Aussage ist natürlich richtig. Die Schlussfolgerung, dass es sich bei der jetzigen Klimaerwärmung ebenfalls um einen ganz natürlichen Prozess handelt, an dem der Mensch keine Schuld als Verursacher trägt und gegen den er auch nichts unternehmen kann, allerdings nicht.

Das lässt sich relativ einfach nachvollziehen. Die Atmosphäre wird in erster Linie durch die einfallende Sonnenstrahlung erwärmt (Erdwärme und Wärme aus Verbrennungsprozessen sind gegenüber der Sonneneinstrahlung vernachlässigbar klein). Allerdings kann das Sonnenlicht die Atmosphäre nur aufheizen, wenn es absorbiert wird (andernfalls wird es wirkungslos reflektiert).

Das Gleichgewicht

Diese Absorption findet an den Molekülen der Treibhausgase statt, die durch die Lichtenergie angeregt werden und die auf sie übertragene Energie dann in Form von Wärme an die Umgebung abgeben. Das wichtigste Treibhausgas ist CO2, weil es einerseits in den größten Mengen auftritt und andererseits in der Atmosphäre stabil ist.

An zweiter Stelle folgt Methan, CH4. Dies Gas absorbiert das Licht zwar 300 Mal so stark wie CO2, aber die Mengen, in denen es in der Atmosphäre vorkommt, sind um Größenordnungen geringer als beim CO2. Außerdem reagiert das Methan in der Atmosphäre zu CO2 und Wasser, und seine Verweildauer in der Atmosphäre hat deshalb eine Halbwertszeit von circa 15 Jahren.

Wenn Licht am Boden absorbiert wird, wird natürlich auch Wärme erzeugt und an die Atmosphäre abgegeben. Aber der Hauptteil wird vom CO2 in der Atmosphäre absorbiert. Deshalb kann man sich hier auf das CO2 beschränken.

Die Temperatur der Erde ergibt sich als Gleichgewicht zwischen absorbierter Sonnenenergie und abgestrahlter Wärmeenergie. Wird mehr Sonnenlicht absorbiert, steigt die Temperatur so lange, bis wieder genau so viel Wärme abgestrahlt wird, wie Sonnenlicht absorbiert wurde. Wenn zu wenig Licht absorbiert wird, sinkt die Temperatur, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt ist.

Die Absorption des Lichtes korreliert mit der CO2-Konzentration in der Atmosphäre (Schwankungen in der Strahlungsintensität der Sonne können hier vernachlässigt werden). Die Frage ist also, wovon hängt die Konzentration des CO2 in der Atmosphäre ab?

Die Antwort ist einfach: Vom Eintrag von CO2 in die Atmosphäre durch Oxidation von kohlenstoffhaltigen Substanzen und aus vulkanischen Vorgängen sowie vom Verbrauch von CO2 aus der Atmosphäre, in erster Linie bei der Photosynthese der Pflanzen.

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