Mordfall Lübcke Anwerbeversuch vom Verfassungsschutz


Der hessische Verfassungsschutz wollte den mutmaßlichen Helfer am Mord von Walter Lübcke als V-Mann anwerben. Das geht aus Unterlagen vor, die der NDR einsehen konnte. Der Anwerbeversuch scheiterte.

Julian Feldmann, Nino Seidel | tagesschau.de

Polizeiabsperrung vor dem Haus von Walter Lübcke | Bildquelle: REUTERS

Das Hessische Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) wollte den Rechtsextremisten Markus H. 1998 als V-Mann anwerben. Das geht aus Dokumenten des Geheimdienstes hervor, die der NDR einsehen konnte. Markus H. ist wegen Beihilfe zum Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke angeklagt. Im Rahmen einer sogenannten Werbungsoperation traf sich ein Mitarbeiter des Verfassungsschutzes im März 1998 zwei Mal mit H. Es blieb bei dem Anwerbeversuch.

Das Hessische Innenministerium hatte in der Vergangenheit ausgeschlossen, dass H. und der mutmaßliche Mörder von Lübcke, Stephan E., als V-Leute gearbeitet haben. Im Jahr 1997 hatte der Verfassungsschutz in Hessen jedoch eine Anwerbe-Operation zu H. gestartet.

weiterlesen