Virenverteiler Militärspiele: „Wuhan, da waren wir doch?“


Die Militärweltspiele in Wuhan im Oktober könnten ein massiver Corona-Verteiler gewesen sein. Einige Indizien sprechen dafür. Sportler aus verschiedenen Nationen melden sich. Nicht wenige waren erkrankt.

Frankfurter Allgemeine Zeitung

Maatje Benassi, vorne rechts, gilt Verschwörungstheoretikern als Patientin null. Bild: Picture-Alliance

Maatje Benassi lebt in ständiger Angst. „Es ist, wie von einem Albtraum in den nächsten zu stürzen“, klagt die Radsportlerin und Reservistin der US Army. Seit sie Ende Oktober von den Militärweltspielen in Wuhan heimkehrte, ist nichts, wie es vorher war: „Wenn jemand meinen Namen googelt, wird dort für immer stehen: Patient null.“

Maatje Benassi, 52, erhält Morddrohungen. Sie wurde zwar weder positiv auf das Coronavirus getestet noch hatte sie je die einschlägigen Symptome, es ist schlicht alles Unfug. Doch ein bekannter Verschwörungstheoretiker mit großer YouTube-Reichweite hat beschlossen, sie habe Wuhan damals als lebende Biowaffe betreten: Um China zu schaden, das den Amerikanern den Platz an der Sonne streitig macht. Dies ist die abwegige Seite. Interessant ist allerdings: Mehrere Indizien nähren die Theorie, die Armee-Weltspiele mit fast 10.000 Athleten aus 110 Ländern seien ein sogenannter Corona- „Superverbreiter“ gewesen. Womöglich sogar der erste.

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